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Palästina - Chronik

1882: Aufgrund antijüdischer Ausschreitungen in Rußland beginnt organisierte illegale jüdische Ein-wanderung aus Osteuropa nach Palästina. Ihre Akti-vitäten werden von Baron E. Rothschild unterstützt.
1896: Theodor Herzl publiziert sein Buch "Der Ju-denstaat". Die Jewish Colonisation Agency (JCA) unterstützt den Bau von jüdischen Siedlungen in Palästina.
1897: Erster Zionistischer Kongreß in Basel strebt die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina an. Als das Osmanische Reich, zu dem damals Pa-lästina gehörte, die Siedlungsgenehmigung verwei-gerte, akzeptierte Herzl einen Ersatz in Uganda.
1916: Großbritannien und Frankreich halten ihr Un-abhängigkeitsversprechen (von 1915) an die Araber nicht ein und teilen im geheimen Sykes-Picot-Abkommen die Nahost-Region unter sich auf. Für Palästina wird ein internationales Regime vereinbart.
1917: Britische Zusage: "Errichtung einer Heimstätte für Juden in Palästina" (Balfour-Deklaration). Obwohl der britische Offizier Lawrence bereits weiß, dass es kein unabhängiges Arabien geben wird, führt er die ahnungslosen Araber weiter in einen blutigen Krieg.
1918: Briten und Franzosen sichern der Araber die Unabhängigkeit zu und proklamieren das Selbstbe-stimmungsrecht für alle Völker der Nahost-Region.
1920: Die Alliierten verweigern in San Remo den Arabern die Unabhängigkeit und beschließen, den Zionismus zu fördern. Das 1918 proklamierte Selbst-bestimmungsrecht wird annulliert. Großbritannien erhält das Mandat über Palästina. Die Palästinenser antworten mit blutigem Widerstand.
1922: Das Mandat wird vom Völkerbund einstimmig ratifiziert und die Balfour-Deklaration bestätigt.
1929: Maueraufstand (Al Buraq) in Jerusalem. Bluti-ge Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Zionisten. Die Briten unterstützen die Zionisten und unterdrücken die Aufstände der Palästinenser.
1933: Verstärkte Masseneinwanderung von Juden aus NS-Deutschland nach Palästina. Verstärkte Ab-wehrreaktionen der Araber sind die Folge.
1936-39: "Arabischer Aufstand" gegen drohende Vertreibung. 2850 Palästinenser, 1200 Juden und 700 Briten kommen ums Leben.
1938: Großbritannien verhängt Notstandsgeset-ze
über Palästina und arbeitet mit Terrorgruppen (z.B. Irgun Zwai Leumi) zusammen.
1945: Durch das NS-Regime verstärkt sich die Mas-seneinwanderung europäischer Juden nach Palästi-na.
1947: Aufgrund systematischer grausamer Terroran-schläge jüdischer Gruppen (z.B. Jerusalem Mitte 1946: ca. 80 Todesopfer britischer Soldaten), gaben die Briten ihr Mandat an die UNO zurück.
Im April werden auf Befehl des späteren Ministerprä-sidenten Israels, M. Begin, 254 Dorfbewohner in Deir Yassin ermordet, dadurch setzt ein Massenflucht unter der palästinensischen Bevölkerung ein.
Die UN-Vollversammlung beschließt am 29. Novem-ber die Teilung Palästinas (Resolution 181). Zu diesem Zeitpunkt waren:

Bevölkerung Grundbesitz
Araber: 1.321.680 = 69,2 % 93,2
Juden: 589.240 = 30,8 % 6,8

Den Arabern wurden 45 Prozent und den Juden 55 Prozent des Mandatsgebiets zugeteilt.
1948: Nach UN-Beschluß endete das Mandat über Palästina am 15. Mai. Am Freitagnachmittag, dem 14. Mai wurde der Staat Israel gegründet. Durch Anschläge und Terrorakte zionistischer Untergrund-organisationen wurde eine Fluchtwelle ausgelöst, wobei etwa eine Million Palästinenser vertrieben wurden und 400 arabische Mittel- und Kleinstädte und Dörfer dem Erdboden gleichgemacht. Nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg wuchs das Staatsgebiet Israels von 55 auf 78 Prozent des Terri-toriums an.
1967: Israel greift in einem Blitzkrieg (3. israelisch-arabischer Krieg, genannt "Sechstagekrieg") am 5. Juni, Ägypten, Syrien und Jordanien an und besetzt den Sinai, die Golanhöhen, den Gazastreifen und die Westbank mit Ost-Jerusalem.



 

 

 

 

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Im Dezember 1948 forderte die UN-Vollversammlung mit der Resolution 194 ein sofortiges Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge, und Entschädigung
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Ein Kernproblem des israelisch-palästinensischen Konflikts liegt in der bis heute ungelösten Flüchtlingsfrage. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 5 Millionen palästinensischer Flüchtlinge
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Siedlungspolitik: Der erste Schritt, der für die Siedlungspolitik eine wichtige und zugleich fatale Voraussetzung darstellt, ist die Landenteignung von Palästinensern durch Israel.